Essen

Innerschweizer Hafechabis – schmeckt auch ohne Fleisch

04/03/2019
Hafechabis ohne Fleisch - boumbelle

Momentan ist die Fasnacht in der Innerschweiz in vollem Gange – und da gehört auch der „Hafechabis“ dazu. Ein Eintopf aus Weisskohl, Kartoffeln und Fleisch. Meist mit Lamm und Schwein, manchmal nur eines von beidem, manchmal kommt noch Speck dazu. Da hat wohl jeder Haushalt sein eigenes Rezept. In meinem Haushalt gibt es das Gericht nun ohne Fleisch. Ich höre meine Verwandten in der Innerschweiz schon laut aufstöhnen – aber da ich im Zürcher Unterland aufgewachsen bin, wundert es wohl niemand, das wir auch in diesem Bereich aus der Reihe tanzen.

Ich mache mich also innerlich auf ein paar Sprüche gefasst und lege euch das Rezept sehr ans Herz. Es ist Schweizer Soulfood, schmeckt am zweiten Tag noch besser, kostet fast nichts und besteht aus saisonalen Zutaten.

Zutaten für 4 Portionen „Hafechabis“

  • 2 EL hocherhitzbares Öl
  • 1 Zwiebel, in Würfel
  • 900g Weisskohl, in Streifen
  • 200ml Gemüsebouillon
  • 300g Kartoffeln, festkochend
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz  / Pfeffer

Zuerst das Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, ich mache das in meinem Gusseisernen Topf. Die Zwiebel zugeben, glasig dünsten. Dann den Weisskohl dazugeben und eine Zeit lang anbraten. Der „Chabis“ darf nicht verbrennen, soll aber rundum schön braun werden. Dazu immer gut rühren und allenfalls die Hitze senken. Es lohnt sich, da etwas Geduld zu haben – nur so bekommt das Gericht die würzige Note. Jetzt wird der „Chabis“ mit der Bouillon abgelöscht und der Knoblauch wie auch das Lorbeerblatt kommen dazu. Ich würze dann schon einmal grosszügig mit Salz und Pfeffer. Jetzt muss alles für ca. 1.5 Stunden auf geringer Hitze gegart werden.

Wer mag, kann die geschälten und in 2-Fränkler grossen Kartoffelstücke die letzten 30 Minuten im Topf mitkochen. Ich koche sie separat und gebe sie am Schluss zum Gericht. Ich mag die „Herdöpfel“ bissfest und will den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Ausserdem koche ich gerade Kartoffeln für mehrere Mahlzeiten vor.

Ganz zum Schluss noch einmal abschmecken. Ich mag meinen „Hafechabis“ mit viel frisch gemahlenem Pfeffer. Aber Achtung: die Gewürze nehmen beim Aufwärmen an Intensität zu, wer am nächsten Tag noch davon essen will, würzt besser auf dem Teller nach.

 

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