Essen

    Vegane Bratensauce mit hausgemachtem Kartoffelstock

    14/09/2019
    Vegane Bratensauce mit hausgemachtem Kartoffelstock

    Bratensauce ist ein schwieriges Thema, wenn man auf Fleisch verzichten oder vegan Essen möchte. Sie ist lecker und schnell angerührt, zusammen mit fertigem Stocki ist diese Mahlzeit in ein paar Minuten auf dem Tisch. Und die Kinder lieben es. Nun möchte ich aber so wenig wie möglich aus der Tüte kochen. Und weniger tierische Produkte konsumieren. Also habe ich mich auf die Suche nach der besten veganen Bratensauce gemacht. Und sie nach einigem Tüfteln gefunden. Zusammen mit hausgemachtem Kartoffelstock ist die vegane Bratensauce ein Gedicht!

    Dieser Post ist übrigens Teil der Foodblogs-Schweiz Challenge. Jeden Monat wird ein Warenkorb mit saisonalen Zutaten veröffentlicht, aus denen man dann etwas kochen kann. Ich habe mich diesen Monat für Schalotten und Karotten entschieden.

    Die Sauce wird am Schluss durch ein Sieb abgegossen und das Gemüse und die Gewürze werden aufgefangen. Ich verarbeite das Gemüse dann zu einer Gemüsepaste, welche ich als Bouillon oder Saucen-Basis verwende. Man kann das Gemüse auch in einem Dal oder einer Suppe aufbrauchen, dann einfach vorher die Kräuter-Zweige und Lorbeerblätter entfernen. Oder ihr esst es als Beilage zur Sauce? Wenn ihr das Gemüse anderweitig verwendet, könnt ihr in der Bratensauce selbst (nach dem abgiessen) auch noch einmal ein paar Karotten und eine Schalotte einkochen (wie bei mir auf dem Bild zu sehen). Man kann die gewünschten Gemüsestücke auch nach dem abgiessen herauslesen und wieder zur Sauce geben – da könnt ihr je nach Geschmack und Zeit selbst entscheiden.

    Vegane Bratensauce, ergibt ca 1 Liter / 4 Portionen

    • 2 Schalotten (plus allenfalls 1-2 zusätzlich)
    • 1 Knoblauchzehe
    • 2 Karotten (plus allenfalls 2 zusätzlich)
    • 4 Champignons
    • 1 Lauchstange, klein
    • 1 kleiner Knollensellerie oder 1 kleiner Kohlrabi (optional)
    • 1-2 EL hocherhitzbares Öl
    • 2 EL Mehl
    • 2 EL Tomatenpüree*
    • 3 Lorbeerblätter
    • Zweig Rosmarin
    • Zweig Thymian
    • 200ml Rotwein
    • 800ml Gemüsebouillon
    • 1 EL Sojasauce
    • 2 EL Dattelsirup oder Ahornsirup
    • Salz und Pfeffer

    Zuerst das Öl in eine beschichtete Pfanne geben und das Gemüse grob klein schneiden. Wenn ihr das Gemüse am Schluss zu einer Gemüsepaste verarbeiten wollt, kommt es absolut nicht auf die Form an – wenn ihr es mitessen möchtet, empfiehlt es sich, das Gemüse ungefähr gleich gross zu schneiden.

    Nun das Gemüse zusammen mit den Schalotten und dem Knoblauch gleichmässig im Öl anbraten. Es soll leicht braun werden, aber nicht verbrennen. Jetzt den Thymian, den Rosmarin und die Lorbeerblätter dazugeben und kurz mitbraten. Dann das Mehl und das Tomatenpüree dazugeben und für eine Minute mitrösten. Nun wird das Ganze mit dem Rotwein abgelöscht und für eine weitere Minute eingekocht.

    Jetzt kommt die Gemüsebouillon, die Sojasauce und der Dattelsirup dazu. Danach lasst ihr die Sauce für 10-15 Minuten köcheln. Nun wird die Sauce durch ein Sieb in einen anderen Topf abgegossen. Die aufgefangene Sauce könnt ihr nun nach euren Vorlieben abschmecken und mit Salz und Pfeffer verfeinern. Wer die Sauce etwas dicker mag, löst etwas Maisstärke in ein wenig kaltem Wasser auf und gibt das Ganze zur Sauce. Noch einmal aufkochen, und schon habt ihr eine dickflüssigere Sauce.

    Ihr könnt die vegane Bratensauce gut ein paar Tage vor Gebrauch vorbereiten oder für später einfrieren. Ich gebe dann beim erneuten aufkochen der Sauce noch einmal zwei Karotten und eine Schalotte dazu und lass diese ganz weich kochen. Die schmecken dann genauso wie früher, als meine Mama den Braten im Römertopf gekocht hat.

    Kartoffelstock, hausgemacht / 4 Portionen

    • 1kg Kartoffeln, mehlig kochend
    • 2-3dl Milch (funktioniert auch mit Milch-Alternativen oder Soja-Rahm)
    • 30-40g Butter (funktioniert auch mit Margarine)
    • Salz und Pfeffer
    • eine Prise Muskatnuss

    Zuerst die Kartoffeln schälen und einen grossen Topf mit Wasser erhitzen. Das Wasser salzen und die Kartoffeln zugeben, sobald das Wasser siedet. Die Kartoffeln nun für ca. 20 Minuten kochen. Dabei den Topf nicht zudecken, sondern die Kartoffeln offen kochen lassen.

    Sobald die Kartoffeln gar sind (Messer lässt sich ohne Widerstand bis in die Mitte der Kartoffel stecken) werden sie abgegossen. Nun  bitte warten, bis das restliche Wasser verdampft und die Kartoffeln trocken sind.

    In der Zwischenzeit die Milch und die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und dann die trockenen Kartoffeln dazupassieren. Es gibt auch Passier-Aufsätze für den Stabmixer. Dann alles gut verrühren, bis der Kartoffelstock schön fluffig ist. Mit den Gewürzen abschmecken (sachte mit der Muskatnuss, es ist schnell zu viel) und sofort servieren.

     

    *Unbezahlte und unbeauftragte Werbung

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