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Rotkohl oder Rotkabis: mein Soulfood für die kalten Tage

15/11/2019
Rotkohl oder Rotkabis: mein Soulfood für die kalten Tage

Ich liebe Kohl – und im Winter gehört der Rotkabis zu meinen absoluten Lieblingen. Der gekaufte Rotkohl hat leider oft viel Zucker zugesetzt – und auch wenn ich meinen „Chabis“ mit einer leichten Süsse mag, so gehört für mich in so ein Essen kein Industriezucker. Und schon gar nicht solche Mengen. Da hilft nur eins – ran an den Herd und selber machen. Der Rotkabis lässt sich gut einfrieren, deshalb koche ich immer eine grosse Menge und friere den Rest portionenweise ein.

Rotkohl oder Rotkabis* für 4 Personen

  • 1 EL hocherhitzbares Öl
  • 1 Zwiebel, in Würfel
  • 600g Rotkabis, gewaschen und in feine Streifen geschnitten oder gehobelt
  • 1 Apfel (säuerlich), geraffelt
  • 1.5dl Rotwein
  • 1-2dl Wasser
  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 EL Essig
  • 1-2 TL Salz
  • Pfeffer, nach Belieben
  • Johannisbeer-Gelee, nach Belieben

Zuerst das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Danach den Kabis und den Apfel dazugeben und mit dem Wein ablöschen. Nun den Essig zugeben und alles gut umrühren. Dann lasse ich das Ganze für ein paar Minuten anbraten und den Wein etwas einkochen. Nach ein paar Minuten gebe ich das Wasser, den Ahornsirup und das Salz dazu. Danach wird der Rotkabis für 40-60 Minuten auf kleiner bis mittlerer Stufe zugedeckt gekocht. Je nachdem, ob ihr in bissfest mögt oder gut gekocht essen möchtet, variiert die Kochzeit. Ich schaue immer Mal wieder nach dem Kabis, gebe allenfalls noch einmal einen Schluck Wasser dazu und rühre gut um. Zum Schluss mit Pfeffer und eventuell noch mehr Salz abschmecken.

Wer mag kann vor dem Servieren noch etwas Johannisbeer-Gelee darunter mischen. Das habe ich damals im Kochunterricht gelernt und mache das heute noch ab und zu so. Je nachdem, ob gerade ein Johannisbeer-Gelee offen rumsteht – extra kaufen würde ich ihn dafür nicht.

Hinweis: Der Rotkohl hat viele Namen – Rotkraut, Rotkabis, Blaukraut oder „Blauchabis“. In der Schweiz sagt und schreibt man eigentlich (Rot-)Kabis. Ausserdemverfärbt sich der Rotkohl beim Kochen blau. Durch die Zugabe von Säure (Essig, saure Äpfel, Zitronensaft) wird er wieder rot. Wir nennen in Zuhause trotzdem „Blauchabis“ – auch wenn ich ihn mit etwas Säure koche. Und ganz ehrlich, auf den Bildern oben empfinde ich ihn als violett, also eine Mischung aus blau und rot – der perfekter Kompromiss, oder? Egal wie ihr ihn nennt und wie ihr ihn kocht – hausgemacht schmeckt er meiner Meinung nach am Besten!

Und noch ein Tipp – blau verfärbte Hände kriegt man mit Zitronensaft wieder sauber. Und wer den Kabis mit nassen Händen schneidet, soll anscheinend gar nicht erst so stark verfärbte Finger bekommen. Das muss ich bald ausprobieren!

Für alle, die Kohl auch so gerne mögen wie ich – hier geht es zu meinem veganen „Hafechabis“-Rezept.

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