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Veganes Tatar mit Okara und Auberginen

17/12/2018
Veganes Tatar mit Okara und Auberginen

Veganes Tatar? Ja, ganz richtig gelesen. Es lohnt sich, versprochen!

Auf der Suche nach einem veganen Tatar fand ich nur gerade ein vielversprechendes Rezept online, jedoch ohne Mengenangaben. So was hält mich ja nun nicht zurück, und weil dieses Weihnachten eine liebe Freundin schwanger ist und ein Familienmitglied vegan lebt, habe ich selbst meine eigenen Version von veganem Tatar zusammen gerührt. Die Gewürze habe ich an mein Rindstatar angepasst.

Veganes Tatar für 6-8 Personen

  • 2 grosse  oder 4 kleine Auberginen
  • 400-500g Okara* (Da ist mir die Qualität genau so wichtig wie beim Fleisch)
  • 1-2 TL Randen-Pulver* (Rote Beete Pulver)
  • 6-8 grüne Oliven
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Kapern
  • 6 mittelgrosse Essiggurken
  • 6 EL Ketchup
  • 9 TL grobkörniger Senf (oder 1 TL Senf und noch einmal 8 TL Ketchup, falls ihr Senf nicht so gerne mögt)
  • 1 El mildes Oliven-Öl
  • 1 TL Zucker
  • ein paar Tropfen Tabasco (lieber sparsam anfangen und langsam erhöhen)
  • Salz, Pfeffer und Paprika (es verträgt einiges an Gewürzen)
  • ein Schuss Soja-Sauce (Optional)

Zuerst die Auberginen rösten: Dazu den Ofen auf 220° aufheizen (evt. Grillfunktion) und die Auberginen mehrmals mit der Gabel einstechen. Auf einem Backblech für ca. 50-60 Minuten backen, bis die Auberginen einfallen.

Die gegarten Auberginen schälen, den Strunk entfernen und in einem Sieb gut abgetropften lassen. Nun die Auberginen mit dem Randen-Pulver mixen. Je mehr ihr mixt, desto feiner das Ergebnis – das könnt ihr eurem Geschmack und der Konsistenz des Okaras anpassen. Mein Okara ist jeweils recht fein, ich mag die Auberginen deshalb etwas grober. Okara, Ketchup, Senf, Olivenöl und Zucker dazugeben und gut vermischen. Zwiebel, Kapern, Oliven und Essiggurken sehr klein schneiden und dazugeben. Zum Schluss die Masse mit Tabasco, Salz, Pfeffer, Paprika und eventuell Soja-Sauce abschmecken.

Ich serviere dazu gerne ein gutes Brot oder Toast. Wer schwangere Freunde oder vegetarisch lebende Personen bewirtet, kann ganz klassisch Butter dazu reichen. Es gibt aber auch eine gute Auswahl an veganer Butter oder hochwertiger Margarine – da findet man einiges in gut sortierten Läden.

Hinweis zum Okara: Sojabohnen und somit auch Okara müssen vor dem Verzehr gekocht werden, da sie ansonsten toxisch sind. Das oben verlinkte Okara von http://www.futur-natur.ch entsteht bei der Tofu-Produktion und ist somit gekocht. Danach wird es zusätzlich noch pasteurisiert (dies wurde mir per Mail von der Firma direkt bestätigt). Es kann also wunderbar im Tatar verwendet werden. Solltet ihr das Okara an einem anderen Ort beziehen, solltet ihr dies beachten und das Okara im Tatar nur verwenden, wenn es bereits gekocht wurde.

 

*Unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Dieses Rezept habe ich ursprünglich am 31.12.2017 veröffentlicht. Es wurde im Zuge der Überarbeitung von www.boumbelle.ch am 17.12.2018 neu gepostet.

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11 Comments

  • Reply Alexa 02/01/2018 at 13:47

    Hi Patricia,

    wie schön, dass dir das Rezept gefallen hat! Vielen Dank für die Verlinkung! Deine Mengenangaben klingen doch richtig gut. Leider durften wir die genaue Mischung nicht nennen – ich fand es schon toll, dass das Hiltl sein Rezept überhaupt grundlegend preisgegeben hat. Und wie du schon schreibst, davon sollte man sich wirklich nicht abhalten lassen. Hm, vielleicht wäre das ja mal eine Idee, um Kreativität zu fördern: Rezepte immer ohne Mengenangaben 😉

    LIebe Grüße
    Alexa

    • Reply Patricia 16/01/2018 at 13:33

      Hi Alexa

      Es war wirklich sehr lecker, danke euch für die Inspiration! Ich hatte schon einige Rezepte für veganes Tatar gelesen, eure Zutaten-Liste und „meine“ Gewürze vom klassichen Rinds-Tatar haben dann aber die perfekte Mischung ergeben! Ein Hoch auf die Kreativität! =)

  • Reply Bea 17/12/2019 at 20:34

    Super – danke für das Rezept! Habe vor einigen Wochen zum ersten Mal das Hiltl Tartar gegessen und es war super. Bin nun fleissig die Zutaten am bestellen um meine Gäste an Weihnachten zu überraschen 🙂 Esse seit Juli mehrheitlich vegan.

  • Reply karin 14/01/2020 at 17:16

    hallo
    ist dieses tatar-rezept als hauptspeise gedacht?
    liebe grüsse
    karin

    • Reply Patricia 16/01/2020 at 11:41

      Liebe Karin

      Bei uns reicht die Menge gut für 8 Hauptspeisen, ich friere meist noch einen Rest ein. Das hängt aber immer auch von der Grösse der Auberginen ab.

  • Reply Natalija 14/10/2020 at 10:35

    Liebe Patricia
    Ich würde das Tatar gerne ausprobieren. Kann man Okara auch anderswo kaufen (konkret in einem bestimmten Laden in Zürich) als auf der verlinkten Seite?
    Vielen lieben Dank
    Natalija

    • Reply Patricia Gwerder 14/10/2020 at 10:55

      Liebe Natalija

      Ich bestelle immer bei dem angegebenen Link, deshalb weiss ich leider nicht, wo es sonst noch Okara zu kaufen gibt. Ich würde Mal bei der Hiltl Vegi Metzg in Zürich nachfragen.

      Ganz herzlich
      Patricia

  • Reply Karin 18/04/2021 at 09:50

    Hallo boumbelle
    Ich habe gelesen dass Okara roh verarbeitet toxisch ist. Habe auf deinen link hin bestellt und frage mich jetzt ob das bestellte Okara gekocht ist. Habe nun eine Schüssel Tartan und in zwei Stunden Besuch. Essen oder nicht?
    Danke für deine Rückmeldung
    Karin

    • Reply Patricia Gwerder 18/04/2021 at 09:59

      Liebe Karin

      Bei futur-natur ist das Okara das Nebenprodukt bei der Tofu-Herstellung. Die Soja-Bohnen werden dabei gekocht und danach „ausgequetscht“, deshalb ist das Okara nicht roh. Zumindest verstehe ich das so. Meines Wissens müsste sonst auch auf der Verpackung stehen, dass das Produkt nicht roh verzehrt werden darf. Ich bestelle und esse seit Jahres das Okara ganz genau so, wie ich es im Rezept beschrieben habe.

      Ich hoffe, das hilft dir bei deiner Entscheidung.

      Herzlich
      Patricia

    • Reply Patricia Gwerder 23/04/2021 at 08:55

      Liebe Karin, ich habe futur-natur eine Mail geschrieben auf das Feedback der Firma diesen Hinweis zum Okara im Blog-Post ergänzt: Sojabohnen und somit auch Okara müssen vor dem Verzehr gekocht werden, da sie ansonsten toxisch sind. Das oben verlinkte Okara von http://www.futur-natur.ch entsteht bei der Tofu-Produktion und ist somit gekocht. Danach wird es zusätzlich noch pasteurisiert (dies wurde mir per Mail von der Firma direkt bestätigt). Es kann also wunderbar im Tatar verwendet werden. Solltet ihr das Okara an einem anderen Ort beziehen, solltet ihr dies beachten und das Okara im Tatar nur verwenden, wenn es bereits gekocht wurde.

  • Reply Karin 18/04/2021 at 10:14

    Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung und einen schönen Sonntag.
    Gruß Karin

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