Essen

Wähen: ein Teig, unendlich viele Möglichkeiten

12/03/2019
Wähen - ein Teig, unendliche viele Möglichkeiten

In meiner Kindheit gab es oft Wähen und ich liebe sie nach wie vor – deshalb backe ich uns auch heute oft welche. Der Teig ist schnell gemacht und das Gericht lässt sich durch unterschiedliche Beläge in allen möglichen Variationen backen.

Bei uns gibt es meist eine salzige und eine süsse Wähe – der Grundeig bleibt derselbe. Und als Füllung nehme ich, was die Saison oder der Tiefkühler hergeben. Ausserdem habe ich unser Rezept auch schon mit rein pflanzlichen Zutaten gebacken, funktioniert ebenso einwandfrei.

Zutaten für einen Wähen-Teige à 26cm (rund)

  • 190g Mehl
  • 3/4 TL Salz
  • 75g Butter, kalt ODER Alsan, ebenfalls kalt (gibt es bei uns im *Alnatura)
  • 5-7 EL kaltes Wasser

Ich mache den Teig in meiner Küchenmschine (Paddle-Aufsatz), es geht aber auch von Hand.

Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben. Das Salz und die kalte Butter in kleinen Würfel oder Flocken dazugeben. Dann wird die Mehl-Butter-Mischung gemixt, bis die Masse krümelig ist. Dann das kalte Wasser löffelweise zugeben, bis der Teig sich zusammenfügt. Der Teig muss nun zugedeckt 30 min im Kühlschrank ruhen.

Nach dem Ruhen wird der Teig ca. 3mm dick ausgewallt und in eine gefettet oder mit Backpapier ausgekleidete Form gelegt. Den überlappenden Teigrand schlage ich ein, weil ich ihn nicht abschneiden und wegwerfen will. Den umgeschlagenen Teig leicht andrücken. Ich steche den Teig dann noch mit einer Gabel ein, bei süssen Wähen kommt dann noch eine dünne Schicht gemahlene Nüsse auf den Teig (nehmt dazu einfach, was ihr gerade Zuhause habt – die perfekte Resteverwertung).

Den Backofen auf 250° C Unter- und Oberhitze aufheizen. Die Wähen brauchen 25-30 Minuten und werden in der unteren Ofenhälfte gebacken.

Salzige Wähen, meine liebsten Variationen

  • Spinat: dazu einfach 750g Tiefkühl-Spinat (ich nehme Hackspinat, die Kinder lieben ihn) erwärmen und nach belieben würzen. Etwas abkühlen lassen und danach den Guss unterrühren und alles auf den Teig geben.
  • Zwiebel: 750g Zwiebeln in Streifen schneiden und mit 1 EL hocherhitzbarem Öl glasig dünsten. Ich lösche die Zweibeln dann noch mit 1 dl Weisswein ab und lasse alles 20 Minuten auf kleiner Hitze dünsten. Etwas abkühlen lassen, dann den Guss unterheben und alles auf den Teig geben.
  • Resten-Wähe: ca. 700 – 800g Gemüse / Pilze kleinschneiden, in einer Pfanne mit 1 EL hocherhitzbarem Öl andünsten, 2-3 EL Wasser dazugeben, leicht würzen und dann bei kleiner Hitze kochen, bis das Gemüse bissfest ist. Das Gemisch abkühlen lassen, auf den Teigboden geben und den Guss darüber verteilen.

Zutaten für einen salzigen Guss

  • 1 dl (Pflanzen-) Rahm
  • 1 dl (Pflanzen-) Milch
  • 1 Ei ODER 10g Ei-Ersatz (Zum Beispiel von My Ey*), angerührt mit 50ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer, Paprika, allf. eine Prise Muskat

Wähe mit Apfelrosen

Meine liebsten Fruchtwähen

  • Apfel: Ich liebe die Apfel-Wähe mit geraffelten Äpfeln, der Rest der Familie mit Apfelschnitzen. Eine Prise Zimt darf aber auf keinen Fall fehlen.
  • Zwetschgen: Egal ob aus dem TK oder mit frischen Früchten, mit ein wenig Chai-Spice wird die Wähe perfekt.
  • Aprikosen: manchmal gebe ich (nach dem Guss) noch 1-2 TL braunen Zucker oben auf die Aprikosen-Wähe. So wird sie schön süss-sauer!
  • Chriesi: Zuerst die Kirschen entsteinen – sonst wird das Essen nur mühsam. Dazu die Kirschen auf eine Flasche mit dünnem Hals stellen und den Stein von oben mit einem Strohhalm nach unten rausdrücken.
  • Rhabarber: Die faserigen Enden des Rhabarbers mit einem Messer abziehen und den Rhabarber in gleichmässige Stücke schneiden.

Es werden jeweils 750g Früchte benötigt. Diese auf den mit Nüssen ausgestreuten Boden legen, danach mit dem Guss übergiessen.

Zutaten für einen süssen Guss

  • 1.5 dl (Pflanzen-) Rahm
  • 1 Ei ODER 10g Ei-Ersatz (Zum Beispiel von My Ey*), angerührt mit 50ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • allf. Zimt, Chai-Spice
  • 3 EL gemahlene Nüsse

Wähe mit Apfelrosen: Für alle, die eine ganz spezielle Wähe servieren möchten (und genug Geduld haben). Die Apfel mit einem Sparschäler schälen und anstatt nach der Schale aufzuhören, einfach immer weiter „schälen“, damit lange Apfelstreifen entstehen. Diese dann zur gewünschten Grösse aufrollen und auf den mit gemahlenen Nüssen ausgestreuten Boden geben. Ich habe die Apfelrosen zwischendurch mit etwas Zitronen-Wasser bepinselt (3-4 EL Wasser, 1 EL Zitronensaft), damit sie nicht so schnell braun werden. Dann den Guss vorsichtich zwischen die Rosen geben und Leerräume mit kleinen Rest-Stücken von den Apfelstreifen auffüllen. Backen wie oben angegeben, ich würde nach 15 Minuten eine Alu-Folie über die Wähe legen, damit die Rosenblätter nicht so dunkel werden, wie bei mir.

 

*unbezahlte und unbeauftrage Werbung

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