Essen und Trinken

Unser heissgeliebtes Topfbrot, ganz ohne Kneten

08/02/2019
Topfbrot ganz ohne Kneten

Endlich schaffe ich es, das Rezept für unser heissgeliebtes Topfbrot online zu stellen. Es muss nicht geknetet werden, der Teig hält sich bis zu 10 Tage im Kühlschrank und es ist unbeschreiblich lecker. Durch das Backen im gusseisernen Topf wird die Rinde knusprig und das Innenleben weich und fluffig. Ein Stück lauwarmes Brot mit etwas gesalzener Butter oder Trüffel-Öl und ich bin im Himmel!

Es gibt unzählige Rezepte für „no knead“ Brote online, ich habe es das erste Mal bei Zoe François von www.zoebakes.com gesehen (ich LIEBE ihren Instagram-Kanal) und mich sofort verliebt. In die Kruste natürlich, was sonst. Wie das so ist mit amerikanischen Rezepten, oft funktionieren sie nicht ganz genauso gut mit unseren Zutaten und die Umrechnung ist nervig, deshalb hier jetzt mein erprobtes Rezept für das allerbeste Topfbrot.

Ihr braucht dazu eine grosses, verschliessbares Gefäss (ich habe ein 10 Liter Plastikdings mit Deckel, das reicht auch für die doppelte Menge Teig) und einen gusseisernen Topf, der in den Ofen darf. Unbedingt prüfen, ob auch der Deckel und die Henkel 220°-240° vertragen. Ich habe zu meinem 30. Geburtstag einen Topf von LeCreuset* bekommen und seither ist er im Dauereinsatz.

Zutaten für das Topfbrot

  • 900g Mehl (ich bevorzuge Weissmehl, es gaht aber auch mit Mehl-Mischungen aus verschiedenen Mehlen)
  • 20g Hefe (ein halber Würfel)
  • 1.25 TL Salz
  • 700ml lauwarmes Wasser (nicht über 40°, sonst leidet die Hefe)

Zuerst die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Dann das Mehl zusammen mit dem Salz in das Gefäss geben und gut mischen. Danach das Hefewasser dazugiessen und kurz verrühren. Achtet dabei darauf, dass sich keine Mehlnester in den Ecken bilden. Ich vermische zuerst alles mit einem Löffel, dann mische ich das übrige Mehl noch mit der Hand unter. Das Ganze wird etwas klebrig und mit Sicherheit nicht ganz glatt, aber das ist ganz ok so.

Jetzt das Gefäss verschliessen und den Teig mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen. Ihr könnt ihn dann sofort weiterverarbeiten oder ihr packt ihn für maximal 10 Tage in den Kühlschrank. Der Teig bekommt dann eine sauerteig-ähnliche Note, probiert es Mal aus. Bei mir hält der Teig eigentlich nie so lange, wir lieben das Topfbrot einfach zu sehr.

Backanweisungen für das Topfbrot

Wenn ihr den Teig backen wollt, packt ihr den Gusseisernen Topf (inkl. Deckel) leer in den Backofen und heizt ihn auf 240° auf. Sobald der Ofen heisst ist, gebt ihr etwas Mehl auf die Teigoberfläche und löst den Teig vom Rand eures Gefässes. Danach lässt er sich schön herausziehen. Ich drehe den Teig dann zu einer Kugel ein, wenn er gerade so schön in der Luft hängt, nach dem Herausziehen. Ihr könnt ihn aber auch einfach direkt auf ein Backpapier plumpsen lassen. Er muss nicht perfekt rund sein, Ecken und Kanten gehören zu diesem Brot.

Alles was jetzt kommt, unbedingt mit guten Topfhandschuhen machen. Der Teig muss jetzt auf dem Backpapier in den heissen Topf befördert werden. Also Topf raus, Deckel ab (stellt Topf und Deckel unbedingt auf eine hitzebetsändige Unterlage), Brot auf dem Backpaper rein, Deckel zu, Topf in den Ofen, Türe schliessen. Und die Temperatur auf 220° senken.

Ich backe mein Brot 35 Minuten mit Deckel und dann noch ca. 15-20 Minuten ohne Deckel. Je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

Probiert das aus und dankt mir, wenn ihr mich das nächste Mal irgendwo seht! =)

Das Topfbrot passt perfekt zum Linsen-Chili mit Peperoni.

*Unbezahlte und unbeauftrage Werbung. Der Topf war ein Geschenk meiner Familie. Sollte mir LeCreuset in Zukunft Geschenke machen wollen, werde ich diese liebend gerne annehmen und entsprechend kennzeichnen =)

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1 Comment

  • Reply Himmlische Pilz-Suppe aus allerlei Pilzen - Boumbelle 22/02/2019 at 07:05

    […] Zu der Suppe essen wir natürlich unser allerliebstes Topf-Brot! […]

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